Aktuelles vorausgedacht

KW 39/2026

21.09.2026 – 27.09.2026 – Edelmetalle, Makro und Weltwirtschaft in Zahlen. Einordnung, keine Empfehlung.

21.09.2026 – 27.09.2026

Die Marktwache fasst jede Kalenderwoche in einem Kurzvideo zusammen – hier dieselbe Woche zum Nachlesen, Abschnitt für Abschnitt. Alle Wochen

US-Renditen wie 2007, Metalle im Minus. −3,9 %

Palladium diese Woche, EUR-Basis

Edelmetalle

  • Gold−1,5 %
  • Silber−2,4 %
  • Platin−0,8 %
  • Palladium−3,9 %

Körbe

  • Beispiel-Mix−2,0 %
  • Weltwirtschaft+1,4 %
  • Schwellenländer+0,5 %

Starke Daten, hohe US-Renditen: Am Mittwoch zeigten die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für die USA das stärkste Wachstum seit Juli 2021 (58,4 Punkte), und Fed-Gouverneur Michael Barr hielt weitere Schritte der Geldpolitik für wahrscheinlich nötig. Am selben Tag stiegen die US-Renditen zehnjähriger Anleihen über 5,1 % – der höchste Stand seit 2007 –, am Donnerstag erreichte der Dollar ein Zwei-Monats-Hoch. Die Edelmetalle gaben nach. Wochenergebnis auf EUR-Basis: Gold −1,5 %, Silber −2,4 %, Platin −0,8 %, Palladium −3,9 % (LBMA-Referenzpreise, Freitag zu Freitag). Der Euro notierte −0,5 % zum Dollar, in Dollar gerechnet fielen alle vier Metalle deshalb stärker. Palladium steht damit auf dem tiefsten Stand seit Anfang August, Gold 6,5 % unter seinem 3-Monats-Hoch (Einordnung, keine Empfehlung). Bei den breiten Aktienkörben: Weltmarkt +1,4 %, Schwellenländer +0,5 % (Kursbasis: All-World- und Emerging-Markets-ETF, Acc, EUR). Für den US-Zinsentscheid am 28.10. preist der Terminmarkt rund 70 % für einen weiteren Schritt ein (CME FedWatch, Stand 28.09.) – vor den US-Daten vom 23.09. waren es rund 55 %.

Veränderung Freitag zu Freitag auf EUR-Basis. Kursstand 25.09.2026. Der Beispiel-Mix ist eine beispielhafte Gewichtung zur Veranschaulichung – keine Empfehlung. Kursbasis der Aktienkörbe: All-World- und Emerging-Markets-ETF (Acc), EUR.

WOCHENRÜCKBLICK1 / 4

Die vier Edelmetalle

Die Woche in Zahlen

Je Feinunze, EUR-Basis · Veränderung Freitag zu Freitag

Gold−1,5 %
3.738 €
Silber−2,4 %
57,04 €
Platin−0,8 %
1.551 €
Palladium−3,9 %
1.102 €

Preise im Kontext

Preisniveau der Ware, EUR je Feinunze · Einordnung, keine Empfehlung

  • Gold3.738 €6,5 % unter dem 3-Monats-Hoch
  • Silber57,04 €5,4 % unter dem 3-Monats-Hoch
  • Platin1.551 €4,5 % unter dem 3-Monats-Hoch
  • Palladium1.102 €Tiefster Stand seit Anfang August

Seit Jahresbeginn

  • Gold+0,7 %
  • Silber−6,9 %
  • Platin−18,0 %
  • Palladium−21,9 %
−22 %+1 %

EUR-Basis, bis zum Wochenschluss.

Alle vier Edelmetalle schlossen die Woche auf EUR-Basis im Minus. Am deutlichsten gab Palladium nach (−3,9 %), dahinter Silber (−2,4 %), Gold (−1,5 %) und Platin (−0,8 %). Platin und Palladium lagen bis Dienstag noch über dem Schluss der Vorwoche und ab Mittwoch darunter. Zum Preisniveau der Ware: Gold notiert 6,5 % unter dem 3-Monats-Hoch, Silber 5,4 % unter dem 3-Monats-Hoch, Platin 4,5 % unter dem 3-Monats-Hoch; für Palladium ist es der tiefste Stand seit Anfang August – Einordnung, keine Empfehlung.

MAKRO-RADAR2 / 4

Was die Woche bewegt hat

Das hat die Woche bewegt

Stand 28.09.2026 · Quellen im Begleittext

  1. US-Einkaufsmanager: Wachstum so stark wie seit 2021 nicht.
  2. US-Renditen über 5,1 % – höchster Stand seit 2007.
  3. Dollar auf Zwei-Monats-Hoch: in Dollar fielen alle vier stärker.

Was ist eingepreist?

Wahrscheinlichkeit eines weiteren US-Zinsschritts am 28.10.

rund 70 %

Vor den US-Daten vom 23.09.: rund 55 %

Quelle: CME FedWatch via Marktberichte, Stand 28.09.2026

Der Mittwoch gab der Woche ihre Richtung. Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global zeigten für die USA mit 58,4 Punkten das stärkste Wachstum seit Juli 2021, und die Kosten der Unternehmen stiegen so kräftig wie seit fast vier Jahren nicht. Fed-Gouverneur Michael Barr sagte am selben Tag, weitere Anpassungen der Geldpolitik seien wahrscheinlich nötig. Noch am selben Tag stiegen die US-Renditen zehnjähriger Anleihen über 5,1 Prozent, den höchsten Stand seit 2007; am Donnerstag erreichten die dreißigjährigen den höchsten Stand seit 2004 und der Dollar ein Zwei-Monats-Hoch. Der Euro notierte zum Wochenschluss −0,5 % zum Dollar. In Dollar gerechnet fielen deshalb alle vier Metalle stärker als in Euro – Gold etwa lag in Dollar bei −2,0 %.

KREUZVERGLEICH3 / 4

Märkte im Vergleich

Drei Körbe, eine Woche

  • Beispiel-Mix−2,0 %
  • Weltwirtschaft+1,4 %
  • Schwellenländer+0,5 %
−3 %+2 %

Mix: 35 % Gold · 35 % Silber · 15 % Platin · 15 % Palladium · Beispielhafte Gewichtung, keine Empfehlung · Aktien: All-World-/EM-ETF

Die Gewichtung (Q3/2026)

−2,0 %

Beispiel-Mix in dieser Woche, EUR-Basis

  • Gold35 %
  • Silber35 %
  • Platin15 %
  • Palladium15 %

Beispielhafte Gewichtung zur Veranschaulichung – keine Empfehlung.

Aktienkörbe seit Jahresbeginn

  • Weltwirtschaft+17,7 %
  • Schwellenländer+15,3 %
0+18 %

Kursbasis: All-World- & Emerging-Markets-ETF (Acc) · EUR

Seit Beobachtungsstart

Verkettete Wochenwerte, EUR-Basis · Ende KW 34/2026 = 100 · Aktien: All-World-/EM-ETF (Acc), EUR

KW 34KW 35KW 36KW 37KW 38KW 39
  • Beispiel-Mix95,6
  • Weltwirtschaft102,5
  • Schwellenländer102,0
Index seit Ende KW 34/2026, Basis 100
WocheBeispiel-MixWeltwirtschaftSchwellenländer
KW 34100,0100,0100,0
KW 35101,6100,8101,3
KW 3697,7101,1101,6
KW 3795,3100,4100,4
KW 3897,6101,1101,5
KW 3995,6102,5102,0

Beispielhafte Gewichtung zur Veranschaulichung – keine Empfehlung. Eine Woche ist ein Schnappschuss – kein Trend.

Der Beispiel-Mix aus den vier Metallen lag diese Woche bei −2,0 %, die Weltwirtschaft bei +1,4 %, die Schwellenländer bei +0,5 %. Nach fünf beobachteten Wochen liegen die beiden Aktienkörbe über ihrem Startwert, der Metall-Mix darunter. Das ist eine sehr kurze Reihe – die Beobachtung läuft seit Ende KW 34, und jede Woche darin ist eine Momentaufnahme.

AUSBLICK4 / 4

Die kommende Woche

Ausblick auf KW 40/2026 (28.09. – 04.10.2026), geschrieben am 28.09.2026.

Termine im Blick

28.09. – 04.10. · die laufende Woche

  1. Mi 30.09. – US-PCE-Preisindex für August.
  2. Fr 02.10. – Arbeitsmarktbericht der USA für September.
  3. Fr 02.10. – Inflation im Euroraum, erste Schätzung für September.

Szenarien für Edelmetalle

Szenarien aus Marktberichten – keine Prognose, keine Empfehlung.

Könnte stützen

  • Rückläufige US-Renditen
  • Schwächerer US-Dollar
  • Industrienachfrage Silber

Könnte belasten

  • Weitere US-Zinsschritte
  • Fester US-Dollar
  • Starke US-Konjunkturdaten

In der laufenden Woche stehen drei Termine an: am Mittwoch, 30.09., der US-Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) für August, am Freitag, 02.10., der US-Arbeitsmarktbericht für September und am selben Tag die erste Schätzung der Inflation im Euroraum für September. Für den nächsten US-Zinsentscheid am 28.10. preist der Terminmarkt derzeit rund 70 Prozent Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Schritt ein (CME FedWatch via Marktberichte, Stand 28.09.2026); vor den US-Daten vom 23.09. waren es rund 55 Prozent.

Quellen dieser Woche

Alle Zahlen dieser Seite stammen aus diesen Quellen, mit dem jeweils genannten Stand.

Wie diese Zahlen entstehen

  • Metallpreise: LBMA-Referenzpreise (PM), prices.lbma.org.uk, Fr–Fr
  • Aktienkörbe: justETF-Kursdaten (EUR), Börsenschluss Fr–Fr
  • Wechselkurs: EZB-Referenzkurs (frankfurter.app)
  • Alle Prozentwerte auf EUR-Basis, Wochenschluss 25.09.2026.

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