Aktuelles vorausgedacht

KW 44/2026

26.10.2026 – 01.11.2026 – Edelmetalle, Makro und Weltwirtschaft in Zahlen. Einordnung, keine Empfehlung.

26.10.2026 – 01.11.2026

Die Marktwache fasst jede Kalenderwoche in einem Kurzvideo zusammen – hier dieselbe Woche zum Nachlesen, Abschnitt für Abschnitt. Alle Wochen

Weißmetalle fielen noch stärker als zuvor. −7,9 %

Platin diese Woche, EUR-Basis

Edelmetalle

  • Gold−2,0 %
  • Silber−7,1 %
  • Platin−7,9 %
  • Palladium−7,1 %

Körbe

  • Beispiel-Mix−5,4 %
  • Weltwirtschaft−0,1 %
  • Schwellenländer−1,5 %

Silber, Platin und Palladium fielen noch stärker als in der Woche davor: Auf EUR-Basis schloss Gold bei −2,0 %, Silber bei −7,1 %, Platin bei −7,9 % und Palladium bei −7,1 % (LBMA-Referenzpreise, Freitag zu Freitag) – für die drei Weißmetalle die schwächste Woche seit Start der MarktWache. Die US-Notenbank ließ die Zinsen unverändert, zwei Mitglieder stimmten für eine Anhebung. In den USA meldete die Statistik 3,4 % Wachstum aufs Jahr gerechnet und 3,6 % Inflation (PCE); am Freitag stieg der Ölpreis nach einem Tankerangriff in der Straße von Hormus, und Technologiewerte gaben deutlich nach. Für eine Zinserhöhung im Dezember preist der Terminmarkt knapp 80 % ein (CME FedWatch und Zinsfutures, Stand 04.11.). Zum Preisniveau: Gold schloss auf dem tiefsten Stand seit Anfang August, Platin und Palladium auf dem tiefsten Fixing seit über einem Jahr, Silber so tief wie zuletzt Ende November 2025 (LBMA; Einordnung, keine Empfehlung). Bei den breiten Aktienkörben: Weltmarkt −0,1 %, Schwellenländer −1,5 % (Kursbasis: All-World- und Emerging-Markets-ETF, Acc, EUR).

Veränderung Freitag zu Freitag auf EUR-Basis. Kursstand 30.10.2026. Der Beispiel-Mix ist eine beispielhafte Gewichtung zur Veranschaulichung – keine Empfehlung. Kursbasis der Aktienkörbe: All-World- und Emerging-Markets-ETF (Acc), EUR.

WOCHENRÜCKBLICK1 / 4

Die vier Edelmetalle

Die Woche in Zahlen

Je Feinunze, EUR-Basis · Veränderung Freitag zu Freitag

Gold−2,0 %
3.512 €
Silber−7,1 %
44,75 €
Platin−7,9 %
1.281 €
Palladium−7,1 %
875 €

Preise im Kontext

Preisniveau der Ware, EUR je Feinunze · Einordnung, keine Empfehlung

  • Gold3.512 €Tiefster Stand seit Anfang August
  • Silber44,75 €25,8 % unter dem 3-Monats-Hoch
  • Platin1.281 €21,2 % unter dem 3-Monats-Hoch
  • Palladium875 €29,4 % unter dem 3-Monats-Hoch

Seit Jahresbeginn

  • Gold−5,4 %
  • Silber−27,0 %
  • Platin−32,3 %
  • Palladium−38,0 %
−39 %0

EUR-Basis, bis zum Wochenschluss.

Auf EUR-Basis schlossen alle vier Edelmetalle die Woche erneut im Minus: Gold bei −2,0 %, Silber bei −7,1 %, Platin bei −7,9 % und Palladium bei −7,1 %. Für Silber, Platin und Palladium war es die schwächste Woche seit Beginn dieser Beobachtung Ende August – schwächer noch als die Vorwoche, die diesen Wert bis dahin hielt; Platin verzeichnete die größte Wochenbewegung eines Metalls in dieser Reihe. Gold gab weniger nach als in der Vorwoche. Bei allen vier Metallen fiel der größte Teil des Rückgangs auf die Fixings am Donnerstag und Freitag. In Dollar gerechnet waren die Abschläge bei Gold, Platin und Palladium etwas größer (Gold −2,5 %). Seit Jahresbeginn lagen in Euro zum Wochenschluss Gold bei −5,4 %, Silber bei −27,0 %, Platin bei −32,3 % und Palladium bei −38,0 %. Zum Preisniveau der Ware: Gold schloss die Woche auf dem tiefsten Stand seit Anfang August; Platin und Palladium schlossen auf dem tiefsten Fixing seit über einem Jahr, Silber so tief wie zuletzt Ende November 2025 (LBMA). Einordnung, keine Empfehlung.

MAKRO-RADAR2 / 4

Was die Woche bewegt hat

Das hat die Woche bewegt

Stand 04.11.2026 · Quellen im Begleittext

  1. US-Notenbank: Zinsen unverändert, zwei Stimmen für eine Anhebung.
  2. US-Daten: Wachstum zieht an, Inflation (PCE) bei 3,6 %.
  3. Freitag: Ölpreis steigt, Aktien und Edelmetalle unter Druck.

Was ist eingepreist?

Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember

knapp 80 %

Vorwoche: rund 80 % (bis Dezember)

Quelle: CME FedWatch via Marktberichte, Stand 04.11.2026

Die US-Notenbank beließ ihren Leitzins am Mittwoch bei 3,75 bis 4,00 Prozent; zwei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder sprachen sich für eine sofortige Anhebung aus (Federal Reserve). Am Donnerstag meldete die US-Statistikbehörde BEA für das dritte Quartal ein Wachstum von 3,4 Prozent aufs Jahr gerechnet, nach 2,2 Prozent im Vorquartal; der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCE) lag im September 3,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Am Freitag stieg der Ölpreis nach einem Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus auf den höchsten Stand seit Ende April, an den Börsen gaben vor allem Technologiewerte nach (Reuters, Kitco). Die Edelmetalle fielen mit, obwohl die US-Renditen zehnjähriger Anleihen über die Woche von 5,00 auf 4,94 Prozent nachgaben (US-Finanzministerium) – Marktberichte verweisen auf die Erwartung eines weiteren US-Zinsschritts und auf Verkäufe nach den Kursverlusten bei Aktien. Die EZB beließ ihren Einlagensatz bei 2,50 Prozent; am selben Tag kündigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde an, ihr Amt am 7. Februar 2027 vorzeitig abzugeben (EZB, Reuters). Die Wirtschaft im Euroraum wuchs im dritten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal (Eurostat, Schnellschätzung), und die Inflationsrate in Deutschland sank im Oktober auf 2,8 Prozent nach 3,3 Prozent (Destatis, vorläufig). Zum Dollar war der Euro kaum verändert (EZB-Referenzkurs −0,2 %).

KREUZVERGLEICH3 / 4

Märkte im Vergleich

Drei Körbe, eine Woche

  • Beispiel-Mix−5,4 %
  • Weltwirtschaft−0,1 %
  • Schwellenländer−1,5 %
−6 %0

Mix: 35 % Gold · 35 % Silber · 15 % Platin · 15 % Palladium · Beispielhafte Gewichtung, keine Empfehlung · Aktien: All-World-/EM-ETF

Die Gewichtung (Q3/2026)

−5,4 %

Beispiel-Mix in dieser Woche, EUR-Basis

  • Gold35 %
  • Silber35 %
  • Platin15 %
  • Palladium15 %

Beispielhafte Gewichtung zur Veranschaulichung – keine Empfehlung.

Aktienkörbe seit Jahresbeginn

  • Weltwirtschaft+16,8 %
  • Schwellenländer+9,9 %
0+17 %

Kursbasis: All-World- & Emerging-Markets-ETF (Acc) · EUR

Seit Beobachtungsstart

Verkettete Wochenwerte, EUR-Basis · Ende KW 34/2026 = 100 · Aktien: All-World-/EM-ETF (Acc), EUR

KW 34KW 36KW 38KW 40KW 42KW 44
  • Beispiel-Mix80,8
  • Weltwirtschaft101,8
  • Schwellenländer97,2
Index seit Ende KW 34/2026, Basis 100
WocheBeispiel-MixWeltwirtschaftSchwellenländer
KW 34100,0100,0100,0
KW 35101,6100,8101,3
KW 3697,7101,1101,6
KW 3795,3100,4100,4
KW 3897,6101,1101,5
KW 3995,6102,5102,0
KW 4093,3103,5102,3
KW 4192,1104,3103,8
KW 4289,9102,3101,1
KW 4385,4101,998,7
KW 4480,8101,897,2

Beispielhafte Gewichtung zur Veranschaulichung – keine Empfehlung. Eine Woche ist ein Schnappschuss – kein Trend.

Der Beispiel-Mix aus den vier Metallen lag diese Woche bei −5,4 % – zum zweiten Mal in Folge die größte Wochenbewegung seit Beobachtungsstart –, die Weltwirtschaft bei −0,1 %, die Schwellenländer bei −1,5 %. Nach zehn beobachteten Wochen liegt die Weltwirtschaft weiterhin über ihrem Startwert, die Schwellenländer knapp und der Metall-Mix deutlich darunter. Das ist eine sehr kurze Reihe – die Beobachtung läuft seit Ende KW 34, und jede Woche darin ist eine Momentaufnahme.

AUSBLICK4 / 4

Die kommende Woche

Ausblick auf KW 45/2026 (02.11. – 08.11.2026), geschrieben am 04.11.2026.

Termine im Blick

02.11. – 08.11. · die laufende Woche

  1. Do 05.11. – Bank of England: Zinsentscheid.
  2. Fr 06.11. – US-Arbeitsmarkt: Bericht für Oktober.
  3. Fr 06.11. – Industrieproduktion Deutschland (September).

Szenarien für Edelmetalle

Szenarien aus Marktberichten – keine Prognose, keine Empfehlung.

Könnte stützen

  • Schwächere US-Daten
  • Schwächerer US-Dollar
  • Sinkender Ölpreis

Könnte belasten

  • Stärkere US-Daten
  • Fester US-Dollar
  • Steigender Ölpreis

In der laufenden Woche entscheidet am Donnerstag, 5.11., die Bank of England über ihren Leitzins (Bekanntgabe 13:00 Uhr MEZ); am selben Tag meldet Destatis den Auftragseingang der deutschen Industrie für September. Am Freitag, 6.11., folgen der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober (BLS, 14:30 Uhr MEZ) und die Industrieproduktion in Deutschland für September (Destatis). Am Dienstag darauf, 10.11., veröffentlicht das BLS die US-Verbraucherpreise für Oktober. Für eine Zinserhöhung der US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung am 8./9.12. preist der Terminmarkt knapp 80 Prozent ein (CME FedWatch und Zinsfutures via Marktberichte, Stand 04.11.2026; je nach Quelle und Zeitpunkt zwischen rund 75 und 80 Prozent); in der Vorwoche (Stand 27.10.) waren es für mindestens einen Schritt bis Dezember ebenfalls rund 80 Prozent.

Quellen dieser Woche

Alle Zahlen dieser Seite stammen aus diesen Quellen, mit dem jeweils genannten Stand.

Wie diese Zahlen entstehen

  • Metallpreise: LBMA-Referenzpreise (PM), prices.lbma.org.uk, Fr–Fr
  • Aktienkörbe: justETF-Kursdaten (EUR), Börsenschluss Fr–Fr
  • Wechselkurs: EZB-Referenzkurs (frankfurter.app)
  • Alle Prozentwerte auf EUR-Basis, Wochenschluss 30.10.2026.

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