
Ein Überblick über Eigenschaften, Geschichte und Rahmenbedingungen
vorausgedacht.at
Dieses Dokument dient der allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf dar. ·
Als Edelmetalle werden Metalle bezeichnet, die aufgrund ihrer chemischen Beständigkeit, Seltenheit und besonderen Eigenschaften seit Jahrtausenden einen festen Platz in Wirtschaft und Gesellschaft einnehmen.
Ordnungszahl 79
Seit über 6.000 Jahren als Wertaufbewahrungsmittel genutzt. Chemisch nahezu unveränderlich, extrem korrosionsbeständig.
Ordnungszahl 47
Höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller Metalle. Bedeutende industrielle Verwendung neben der Rolle als Sachwert.
Ordnungszahl 78
In der Erdkruste etwa so häufig wie Gold, gefördert wird jedoch deutlich weniger. Wichtig für die Automobil- und Chemieindustrie.
Ordnungszahl 46
Leichter als Platin, unverzichtbar in der Abgasreinigung (Katalysatoren). Geografisch stark konzentrierte Förderung (Russland, Südafrika).
Fördermengen: gerundete Größenordnungen der Minenproduktion 2024 (USGS, World Gold Council) · Häufigkeit in der Erdkruste: USGS · Stand: 9/2026
Seit Jahrtausenden geschätzt – physische Edelmetalle sind endliche Rohstoffe mit vielseitiger Verwendung.
Edelmetalle werden in verschiedenen Bereichen nachgefragt. Die Nachfragestruktur unterscheidet sich je nach Metall erheblich.
Photovoltaik
Solarzellen-Kontakte
Elektronik
Leiterbahnen, Kontakte
Energiespeicher
Silberoxid-Batterien
Medizintechnik
Antibakterielle Beschichtungen
Wasseraufbereitung
Silberionen-Desinfektion
Optik & Beschichtung
Reflektierende Oberflächen
Quellen: World Gold Council (Gold Demand Trends FY 2024), The Silver Institute (World Silver Survey 2026, Datenjahr 2025)

Anlagegold
MwSt.-befreit
Anlagegold: Barren mit Feingehalt ≥ 995/1000 sowie bestimmte Münzen. MwSt.-befreit gemäß § 6 UStG, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Handelsübliche Gewichte: 1 g bis 1 kg (Gold), 1 oz bis 5 kg (Silber). Geprägt oder gegossen. Kennzeichnung: Hersteller, Feingehalt, Gewicht, Seriennummer. Bei LBMA-zertifizierten Herstellern weltweit standardisiert.
Gängige Einheiten: Gramm (g), Unze (oz = 31,1 g), Kilogramm (kg)
Staatlich geprägte Münzen, meist mit aufgeprägtem Nennwert – der Krugerrand kommt ohne aus und ist allein über seinen Goldgehalt definiert. Bekannte Beispiele: Wiener Philharmoniker (AT), Krugerrand (ZA), Maple Leaf (CA), American Eagle (US). Stückelung typischerweise von 1/25 oz bis 1 oz. Hohe Fungibilität und Wiedererkennbarkeit.
Staatlich geprägte Münzen mit festem Feingehalt, international als „Bullionmünzen“ bekannt.
Physisch hinterlegte Edelmetalle in zertifizierten Lagereinrichtungen. Kein direkter Handbesitz, aber nachgewiesener Eigentumsanspruch. Optionen: Bankschließfächer, spezialisierte Tresoranlagen, internationale Zollfreilager.
Eigentumsnachweis erfolgt über Depotauszüge oder Lagerzertifikate.
Von der 1-Gramm-Münze bis zum Kilobarren – physische Edelmetalle gibt es in zahlreichen Stückelungen.
Der Feingehalt gibt an, wie viel reines Edelmetall in einem Barren oder einer Münze enthalten ist – ausgedrückt in Tausendsteln. Beispiel: 999,9/1000 bedeutet 99,99 % reines Metall.
| Metall | Übliche Bezeichnung | Standard | Mindestfeingehalt |
|---|---|---|---|
| Gold | „Feingold“ / „24 Karat“ | LBMA Good Delivery | ≥ 995/1000 (typisch 999,9) |
| Silber | „Feinsilber“ | LBMA Good Delivery | ≥ 999/1000 (typisch 999,0) |
| Platin | „Feinplatin“ | LPPM Good Delivery | ≥ 999,5/1000 |
| Palladium | „Feinpalladium“ | LPPM Good Delivery | ≥ 999,5/1000 |
Gold & Silber
Die London Bullion Market Association definiert seit 1987 den internationalen Standard für Gold- und Silberbarren. Nur akkreditierte Raffinerien werden in die „Good Delivery List“ aufgenommen – ein weltweit anerkannter Maßstab für Gewicht, Feingehalt und Kennzeichnung.
Platin & Palladium
Die London Platinum and Palladium Market trägt das Pendant für Platin- und Palladiumbarren. Es gilt das gleiche Good-Delivery-Prinzip: akkreditierte Raffinerien, definierte Mindestfeingehalte und international anerkannte Handelbarkeit.
Quellen: LBMA, London Platinum and Palladium Market (LPPM)
Internationale Standards sichern Qualität und Handelbarkeit – weltweit.
LBMA-Referenzpreise werden im elektronischen Auktionsverfahren der ICE Benchmark Administration festgestellt: Gold zweimal täglich (10:30 und 15:00 Londoner Zeit), Silber einmal täglich (12:00), Platin um 9:45 und 14:00, Palladium unmittelbar nach den Platin-Auktionen – die globale Grundlage für alle nachgelagerten Preise.
Bullion-Banken, Raffinerien und Brokerhäuser handeln im OTC-Markt in großen Stückelungen. Parallel dazu Futures-Märkte wie COMEX/CME.
Münzhändler, spezialisierte Edelmetallgesellschaften und Online-Plattformen bieten Barren in handelsüblichen Stückelungen an.
Die Differenz zwischen Verkaufspreis und Spotpreis. Sie deckt Prägung, Logistik, Versicherung und Händlermarge ab – also alle Kosten, die zusätzlich zum reinen Metallwert anfallen.
Standardbarren etablierter Raffinerien (z. B. Heraeus, Argor-Heraeus, Münze Österreich) werden in der Regel nahe am Marktkurs zurückgekauft.
Quellen: LBMA, ICE Benchmark Administration, COMEX/CME · Stand: 2026
Vom globalen LBMA-Referenzpreis bis zum Einzelkauf – ein etablierter, international vernetzter Markt.
Die Wahl des Lagerorts hängt von individuellen Anforderungen an Sicherheit, Zugriff und Kosten ab.
Direkter physischer Zugriff. Keine laufenden Kosten. Volle Kontrolle.

Zu bedenken: Sicherheitsrisiko (Diebstahl, Feuer). Versicherung eigenverantwortlich. Bei größeren Mengen unpraktisch.
Bankübliche Sicherheitsstandards. Zugriff während Öffnungszeiten.

Zu bedenken: Inhalt ggf. nicht vollständig versichert. Zugriff im Krisenfall theoretisch einschränkbar. Laufende Kosten.
Spezialisierte Lagereinrichtungen. Versicherungsschutz je nach Vertragsgestaltung. Professionelle Bestandsführung.

Zu bedenken: Zugriff über den Anbieter. Laufende Lagerkosten. Wahl der Lagereinrichtung und Vertragsgestaltung sollten zur eigenen Situation passen.
Zolllager innerhalb des Zollgebiets der Union: die Ware befindet sich dort nicht im zoll- und steuerrechtlich freien Verkehr. Bei Weißmetallen (Silber, Platin, Palladium) kann die MwSt. unter bestimmten Voraussetzungen entfallen – abhängig von der konkreten Verwahrungsstruktur.

Zu bedenken: Zugriff über den Anbieter. Laufende Lagerkosten. Wahl der Verwahrungsstruktur und des Anbieters sollten zur eigenen Situation passen.
Die Wahl des Lagerortes beeinflusst Sicherheit, Kosten und steuerliche Rahmenbedingungen.
Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich je nach Metall und Transaktionsform. Der folgende Überblick ist allgemein – die konkrete Beurteilung hängt vom Einzelfall ab.
| Aspekt | Anlagegold | Silber, Platin, Palladium |
|---|---|---|
| Mehrwertsteuer beim Kauf (AT) | Unter bestimmten Voraussetzungen befreit gem. § 6 Abs. 1 Z 8 lit. j UStG | 20 % MwSt. |
| Spekulationsfrist (Privatvermögen) | 1 Jahr – danach können Gewinne unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei sein | 1 Jahr – analog zu Gold |
| Innerhalb der Spekulationsfrist | Einkommensteuer auf Veräußerungsgewinne (Freigrenze: 440 EUR p.a.) | Analog zu Gold |
| Lagerung im Ausland | In der EU ist die Lieferung von Anlagegold in jedem Mitgliedstaat MwSt.-befreit (Art. 346 MwSt-RL 2006/112/EG). Außerhalb der EU gilt das jeweilige Recht, bei späterer Einfuhr die Einfuhrbestimmungen. Ertragsteuerlich: je nach Struktur unterschiedlich. | Bei Lagerung in einem Zollfreilager kann die MwSt. unter bestimmten Voraussetzungen entfallen. Ertragsteuerliche Behandlung: einzelfallabhängig. |
Die steuerliche Einordnung kann sich jederzeit durch Gesetzesänderungen oder Verwaltungspraxis ändern. Dieser Überblick ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung.
Barren mit Feingehalt ≥ 995/1000, Münzen mit ≥ 900/1000, die nach 1800 geprägt wurden und in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren (Aufschlag max. 80 % über Metallwert).
Stand: September 2026 · Quellen: UStG, EStG, BMF-Richtlinien, MwSt-RL 2006/112/EG (Art. 344–356) · Keine Steuerberatung
Anlagegold ist EU-weit von der Mehrwertsteuer befreit (Art. 344, 346 MwSt-RL 2006/112/EG) – bei Weißmetallen gelten andere Regeln.
365
Tage
Unter bestimmten Voraussetzungen: 0 % Steuer
§ 31 EStG: Private Veräußerungsgeschäfte
Veräußerungsgewinn kann der Einkommensteuer unterliegen
Freigrenze: 440 EUR
Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Veräußerungsgewinn steuerfrei sein
§ 31 EStG
| Form | Besteuerung | Haltefrist relevant? |
|---|---|---|
| Physisches Gold | Nach Spekulationsfrist: kann entfallen | Ja (1 Jahr) |
| Gold-ETCs / Zertifikate | 27,5 % KESt | Nein |
| Sparbuch-Zinsen | 25 % KESt | Nein |
| Aktien | 27,5 % KESt | Nein |
| Kryptowährungen | 27,5 % KESt (seit 2022) | Nein |
Quellen: EStG § 31, BMF · Stand: 2026 · Keine Steuerberatung
365 Tage warten – danach können private Veräußerungsgewinne bei physischen Edelmetallen steuerfrei sein.
Eigentumsform
Sachenrecht (Eigentum an physischem Gegenstand)
Emittentenrisiko
Kein klassisches Emittentenrisiko – kein Schuldverhältnis
Lagerung
Eigenverantwortung (Tresor, Bankschließfach, Lageranbieter)
Liquidität
Verkauf über Händler, Spread variiert nach Stückelung
Kosten
Aufschlag beim Kauf, ggf. Lagerkosten
Steuerliche Behandlung
Spekulationsfrist relevant (s. Folie 09)
Zugänglichkeit
Ab kleinen Stückelungen (z. B. 1 g Gold)
(ETFs, ETCs, Zertifikate)
Eigentumsform
Schuldverschreibung oder Fondsanteil
Emittentenrisiko
Je nach Produkt (besichert oder unbesichert)
Lagerung
Keine – Verwahrung im Wertpapierdepot
Liquidität
Börsenhandel, schnelle Ausführung
Kosten
Managementgebühren (TER), Orderkosten
Steuerliche Behandlung
27,5 % KESt auf Gewinne (AT)
Zugänglichkeit
Ab Bruchteilsanteilen
Beide Formen haben ihre Berechtigung. Die Wahl hängt von individuellen Prioritäten wie Sicherheitsbedürfnis, Liquiditätsanforderungen und steuerlichen Rahmenbedingungen ab.
Wertpapier oder physischer Besitz – die steuerliche Behandlung und das Eigentumsmodell unterscheiden sich grundlegend.
Beim Erwerb physischer Edelmetalle über Dritte stellt sich die Frage: Wem gehört das Metall tatsächlich? Die Eigentumsstruktur hängt vom jeweiligen Modell ab.
(Sondervermögen)
Die Edelmetalle werden auf den Namen des Käufers gelagert und sind bilanziell vom Vermögen des Lagerhalters getrennt. Bei einer Insolvenz des Anbieters können sie – je nach vertraglicher und rechtlicher Gestaltung – geschützt sein.
(Sammelverwahrung)
Mehrere Anleger besitzen Anteile an einem gemeinsamen Edelmetallbestand. Der individuelle Anteil ist rechnerisch zugeordnet, aber nicht physisch separiert.
(Schuldrechtlich)
Der Käufer hat einen vertraglichen Anspruch auf Lieferung, besitzt aber kein dingliches Eigentum. Das Metall befindet sich in der Bilanz des Anbieters. Im Insolvenzfall besteht ein Gläubigeranspruch.
Die Eigentumsstruktur ist ein wesentlicher Aspekt bei der Wahl eines Anbieters. Es empfiehlt sich, die vertraglichen Regelungen und die rechtliche Einordnung im jeweiligen Land sorgfältig zu prüfen.
Allgemeine Darstellung · Die Rechtslage kann je nach Jurisdiktion variieren
Eigentum ist nicht gleich Eigentum – die Verwahrungsform bestimmt den rechtlichen Schutz.
Der Endpreis eines Edelmetallprodukts setzt sich aus dem reinen Metallwert und mehreren zusätzlichen Kostenanteilen zusammen. Die konkreten Anteile variieren je nach Anbieter, Produkt und Verwahrungsmodell.
Komponenten der Preisbildung
Spotpreis
Metallwert
Prägung
& Herstellung
Logistik
& Versicherung
Händlermarge
Vertrieb
Endpreis
Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis variiert je nach Produkt und Stückelung. Kleinere Einheiten haben typischerweise einen höheren prozentualen Aufschlag.
Bei professioneller Verwahrung fallen in der Regel jährliche Lagergebühren an. Höhe variiert je nach Anbieter, Metall und Verwahrungsmodell.
Bei Silber, Platin und Palladium kommt in Österreich die Mehrwertsteuer hinzu, sofern die Metalle im Inland erworben und gelagert werden. Bei Lagerung in einem internationalen Zollfreilager kann die steuerliche Behandlung unter bestimmten Voraussetzungen abweichen (s. Folie 7).
Allgemeine Darstellung · Tatsächliche Konditionen variieren je nach Anbieter, Produkt und Verwahrungsmodell
Spotpreis, Aufschlag, Lagerung – die Gesamtkosten bestimmen den tatsächlichen Einstiegspreis.
ca. 4600 v. Chr.
Erste Goldverarbeitung
Varna (Bulgarien)
Älteste bekannte kunstvoll bearbeitete Goldgegenstände
ca. 550 v. Chr.
Erste Goldmünzen
König Kroisos (Lydien)
Münzen aus reinem Gold · Vorläufer: Elektron-Statere unter Alyattes
1717
Newtons Guinee-Kurs
Isaac Newton als Münzmeister
Vorstufe zum Goldstandard, der ab 1816/1873 entsteht
1944
Bretton Woods
USD an Gold gebunden
$35/oz · Globales Währungssystem
1971
Ende von Bretton Woods
Präsident Nixon
Dollar-Gold-Bindung gelöst · Freie Wechselkurse
2001–2011
Goldpreis-Anstieg
Von ca. $260 auf über $1.900/oz
Anstieg über zehn Jahre, mit der Finanzkrise ab 2008 in der Mitte
2024–2025
Neue Höchststände
Goldpreis in allen Hauptwährungen auf Allzeithoch
Notenbankkäufe auf Rekordniveau
Historischer Kontext
Gold hat in unterschiedlichsten politischen und wirtschaftlichen Systemen eine Rolle gespielt. Die Gründe für seine Wertschätzung haben sich im Laufe der Geschichte verändert – von Schmuck über Währungsdeckung bis zur Reserveanlage von Zentralbanken.
Von der Grabbeigabe zur Zentralbankreserve – Gold hat in jeder Epoche eine Rolle gespielt.
Was „Kaufkraft“ bei Gold bedeutet
Kaufkraft heißt: Wie viel von einer bestimmten Ware bekommt man für eine feste Menge Gold? Die Antwort hängt an drei Festlegungen, und jede davon verändert das Ergebnis erheblich:
Welche Ware? Ein Warenkorb, ein Rohstoff, eine Dienstleistung – die Preise entwickeln sich unterschiedlich. Ein einzelnes Produkt als Maßstab sagt vor allem etwas über dieses Produkt aus.
Welches Startjahr? Der Goldpreis schwankt stark. Ein Vergleich, der 1980 oder 2011 beginnt, sieht anders aus als einer, der 1999 oder 2015 beginnt.
Welche Währung und welcher Preisindex? US-Verbraucherpreise, österreichische oder ein anderer Index – und dazu der Wechselkurs – ergeben verschiedene Kurven für denselben Zeitraum.
Deshalb steht hier keine Indexkurve: Sie wäre vor allem eine Aussage über die gewählten Festlegungen, nicht über Gold.
Ein häufig zitierter Vergleich
Der Vergleich „eine Unze Gold entspricht seit jeher einem Herrenanzug“ wird häufig zitiert. Er ist ein Gedankenexperiment und kein belegter Befund: Es gibt keine durchgehende Preisreihe für „einen durchschnittlichen Herrenanzug“, und Qualität und Produktionsweise haben sich über die Jahrzehnte verändert.
Belastbar ist die schwächere Aussage: Der Goldpreis hat sich über lange Zeiträume anders bewegt als die Preise vieler Waren – mal stärker, mal schwächer, mit erheblichen Schwankungen dazwischen.
Wichtiger Hinweis
Vergangene Kaufkraftentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Das Beispiel dient der Veranschaulichung, nicht als Prognose.
Allgemeine Einordnung ohne eigene Indexberechnung · Stand: 9/2026
Goldpreis vs. US-Inflationsrate (1970–2025)
1971–1980
Gold: +1.251 % (nominal)
Ø Inflation: 7,9 % p.a.
2008–2011
Gold: +82 %
Ø Inflation: 2,0 % p.a.
2020–2025
Gold: +129 %
Ø Inflation: 3,9 % p.a.
In Phasen erhöhter Inflation hat der Goldpreis historisch oft zugelegt – allerdings nicht immer und nicht proportional. Die Beziehung zwischen Gold und Inflation ist komplex und nicht deterministisch. Alle Angaben von Jahresschluss zu Jahresschluss (LBMA-Fixings, USD je Feinunze); Inflation als Mittel der US-Jahresdurchschnitte (CPI-U). Stand: 9/2026.
Vergangene Entwicklungen sind kein Indikator für die Zukunft – doch historische Muster können informieren.
Gold und Silber haben sich über verschiedene Zeiträume unterschiedlich entwickelt – und in keinem davon geradlinig. Jede Zahl vergleicht zwei Stichtage; was dazwischen lag, zeigt sie nicht.
10 Jahre (2015–2025)
25 Jahre (2000–2025)
50 Jahre (1975–2025)
Gold
Silber
Nominal, ohne Inflation, in US-Dollar je Feinunze, auf volle Prozent gerundet. Großhandelsnotierungen, keine Kaufpreise – Auf- und Abschläge, Verwahrung und Wechselkurs sind nicht enthalten. Zwischen den Stichtagen lagen erhebliche Rückgänge: Am 8.9.2026 notierte Gold rund 20 % und Silber rund 44 % unter seinem Höchststand von Ende Januar 2026. Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige.
Basis: Jahresschlusskurse (LBMA-Fixings) in USD je Feinunze, Endpunkt 31.12.2025 · Rückgangsangaben: eigene Kursreihe, Stand 8.9.2026
1973
Ölkrise
+60 % in 12 Monaten
1979
Zweite Ölkrise / Iran
+120 % in 12 Monaten
2001
9/11
+5 % kurzfristig, dann Aufwärtstrend bis 2011
2008
Globale Finanzkrise
Kurzfristig –25 %, dann +170 % bis 2011
2011
EU-Schuldenkrise
Hoch bei $1.921, dann –45 % bis 2015
2020
Covid-19-Pandemie
+30 % in 6 Monaten
2022
Ukraine-Krieg / Inflationsschock
+15 % in 2 Monaten
Historische Beobachtung
Gold hat in der Vergangenheit bei geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen oft kurzfristig an Wert gewonnen. Dieser Effekt war jedoch nicht in jeder Krise gleich ausgeprägt. Nach Krisenphasen folgten teils erhebliche Korrekturen. Die Marktbedingungen und Ursachen jeder Krise sind einzigartig.
Wichtiger Hinweis
Vergangene Muster sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Reaktionen. Die Marktbedingungen und Ursachen jeder Krise sind einzigartig.
Quellen: LBMA, Bloomberg, Federal Reserve

Industrielle Nachfrage
Investmentnachfrage
Gold-Silber-Ratio (Jahresschlusswerte, 2000–2025)
Das Gold-Silber-Ratio gibt an, wie viele Unzen Silber eine Unze Gold kostet. Rund 66:1 am 9.9.2026 bedeutet: für 1 Unze Gold erhielt man an diesem Tag rund 66 Unzen Silber.
Kurve oben → Silber relativ günstig · Kurve unten → Silber relativ teuer
Ob sich das Ratio wieder seinem historischen Mittel annähert, ist nicht vorhersagbar.
Silber verbindet industrielle Nachfrage mit Investmentnachfrage – ein Profil, das Gold nicht bietet.
Jährliche Förderung: ~190 Tonnen
Hauptförderländer: Südafrika ~70 %, Russland ~12 %
Hauptverwendung:
Preisverhältnis zu Gold: Historisch teurer, seit 2015 günstiger
Strukturelles Defizit(Nachfrage > Angebot) seit 2023
Jährliche Förderung: ~210 Tonnen
Hauptförderländer: Russland ~40 %, Südafrika ~35 %
Hauptverwendung:
Preisentwicklung 2016–2022: Von $500 auf $3.000+ USD, dann starker Rückgang
Hohe Abhängigkeit von Automobilindustrie und geopolitischer Lage
Platin und Palladium sind primär Industriemetalle mit eingeschränktem Markt für Privatkäufer. Ihre Preisentwicklung hängt stark von industriellen Konjunkturzyklen, Regulierung (Abgasnormen) und geopolitischen Faktoren ab. Die Volatilität ist in der Regel höher als bei Gold.
Quellen: Johnson Matthey, WPIC (World Platinum Investment Council)
Was Korrelation bedeutet
Der Korrelationskoeffizient beschreibt, wie stark sich zwei Werte gemeinsam oder gegenläufig bewegen. Ein Wert nahe 0 bedeutet, dass die Bewegungen weitgehend unabhängig sind; Werte nahe +1 bedeuten gleichgerichtetes Verhalten, Werte nahe –1 gegenläufiges.
| Gold | Aktien | Anleihen | Immobilien | |
|---|---|---|---|---|
| Gold | identisch | gering | gering | gering |
| Aktien | gering | identisch | gegenläufig | mittel |
| Anleihen | gering | gegenläufig | identisch | gering |
| Immobilien | gering | mittel | gering | identisch |
Interpretation
Niedrige oder negative Korrelation bedeutet, dass sich zwei Werte tendenziell unabhängig voneinander oder gegenläufig bewegen.
Gold und Aktien
Gold weist historisch eine geringe Korrelation zu Aktien auf. Das lässt sich in den langfristigen Daten beobachten.
Farbkodierung
Nahe 0: Unabhängige Bewegung
Nahe 1: Gleichgerichtete Bewegung
Korrelationen verändern sich über die Zeit und können in Krisenphasen anders ausfallen als im langfristigen Durchschnitt. Die Tabelle nennt Größenordnungen, keine gemessenen Koeffizienten – sie ist an keinen bestimmten Index, Zeitraum oder Währungsraum gebunden und keine Prognose. · Qualitative Einordnung · Stand: 9/2026
Geringe historische Korrelation zwischen Gold und Aktien – ein beobachtbares Merkmal über lange Zeiträume.
Netto-Goldkäufe der Notenbanken (Tonnen/Jahr)
Nach drei Jahren über 1.000 t (2022–2024) lagen die Notenbankkäufe 2025 bei 863 t – unter dem Rekordniveau, aber über jedem einzelnen Jahreswert von 2016 bis 2021. Notenbanken handeln aus geopolitischen und strategischen Gründen, die nicht direkt auf private Anlageentscheidungen übertragbar sind.
Größte Goldreserven (Stand 2026)
USA
8.133 t
Deutschland
3.350 t
Italien
2.452 t
Frankreich
2.437 t
China
2.387 t*
Russland
2.284 t
Österreich
280 t
*offiziell gemeldet · Österreich zum Vergleich
Warum kaufen Notenbanken Gold?
Diversifikation der Währungsreserven
Verringerung der USD-Abhängigkeit
Geopolitische Risikostreuung
Kein klassisches Emittentenrisiko
Historische Akzeptanz als Reservemedium
Quellen: World Gold Council (Gold Demand Trends FY 2025), OeNB, IWF · Stand: 9/2026 · Werte werden nachträglich revidiert
Was unterscheidet physische Edelmetalle von ETFs oder Zertifikaten?
Bei physischen Barren besitzt man den Sachwert direkt – kein klassisches Emittenten- oder Gegenparteirisiko wie bei Finanzprodukten. Es sind unterschiedliche Eigentumsformen mit unterschiedlichen Kostenstrukturen und unterschiedlicher steuerlicher Behandlung.
Ab welcher Menge fängt man an?
Es gibt keinen fixen Mindestbetrag. Über das Experten-Netzwerk von vorausgedacht.at sind je nach Anbieter sowohl einmalige Käufe als auch wiederholte kleinere Käufe ab jeweils ca. 50 € möglich. Durch die Bündelung über spezialisierte Anbieter entstehen Konditionen, die sich am Großhandelsniveau orientieren. Details im Gespräch.
Wie ist Anlagegold steuerlich behandelt?
Anlagegold ist in Österreich gemäß § 6 UStG von der Mehrwertsteuer befreit, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Bei Silber, Platin und Palladium kommt im Inland in der Regel die Mehrwertsteuer hinzu – bei Lagerung in einem Zollfreilager kann sie unter bestimmten Voraussetzungen entfallen. Die konkrete steuerliche Behandlung hängt vom Einzelfall ab.
Wie kann ich Edelmetalle wieder verkaufen?
Standardbarren etablierter Raffinerien (z. B. Heraeus, Argor-Heraeus, Münze Österreich) werden in der Regel nahe am aktuellen Marktkurs zurückgekauft. Bei weniger gängigen Produkten kann der Abschlag größer ausfallen.
Wie viel Gold gibt es auf der Welt?
Rund 222.600 Tonnen wurden bisher gefördert (World Gold Council, Stand Ende des zweiten Quartals 2026). Davon rund 45 % in Schmuckform, 21 % als Barren und Münzen, 18 % bei Notenbanken, 2 % in börsengehandelten Fonds und 14 % in sonstigen Beständen. Die gesamte Goldmenge würde einen Würfel von ca. 22 m Kantenlänge ergeben.
Kann man mit Edelmetallen Geld verlieren?
Ja. Edelmetallpreise schwanken – teils deutlich. Wer zu einem Hochpunkt kauft und bei niedrigeren Kursen verkauft, realisiert einen Verlust. Zudem fallen Kosten für Erwerb, Verwahrung und ggf. Versicherung an.
Sechs Fragen, sechs Antworten – als Einstieg in ein informiertes Gespräch.
vorausgedacht.at ist eine regionale Option, um persönliche Ansprechpartner zum Thema Kauf physischer Edelmetalle zu finden.
Österreich
Wien
Experten
Niederöst.
Experten
Oberöst.
Experten
Steiermark
Experten
Tirol
Experten
Kärnten
Experten
Salzburg
Experten
Vorarlberg
Experten
Burgenland
Experten
9
Bundesländer
24+
Regionale Experten
2010
Gründung Partner-Netzwerk
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vorausgedacht.at vermittelt den Kontakt zu selbstständigen, regionalen Experten für ganz Österreich. Im persönlichen Gespräch können offene Fragen rund um physische Edelmetalle besprochen werden.
Kostenloses Erstgespräch
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Informations- und Vermittlungsservice · Das Gespräch ist unverbindlich und verpflichtet zu keinem Kauf oder Abschluss
Auf vorausgedacht.at Region oder Bundesland auswählen.
Name, Telefonnummer und Region angeben. Optionale Angaben helfen bei der Zuordnung.
Ein regionaler Ansprechpartner meldet sich in der Regel innerhalb weniger Tage.
Der Service ist kostenlos und unverbindlich. Im Gespräch geht es um allgemeine Informationen – ob und welche Schritte daraus folgen, entscheidet jeder selbst.
QR-Code zu
vorausgedacht.at2 Minuten für eine Anfrage. 15 Minuten für ein Gespräch. Der Rest ergibt sich.
Betreiber
Mag. Stefan Gündhör
vorausgedacht.at e.U. · FN 678036m
Mooser Weg 1a / 1
4470 Enns
Österreich
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Die Inhalte dieses Leitfadens dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine individuelle Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. vorausgedacht.at ist ein Informations- und Vermittlungsservice. Die Plattform selbst erbringt keine Beratung.
Investitionen in Edelmetalle unterliegen Marktschwankungen und können an Wert verlieren. Vergangene Wertentwicklungen und historische Muster sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Es wird empfohlen, Anlageentscheidungen auf Basis der individuellen Situation zu treffen und bei Bedarf unabhängige fachliche Beratung einzuholen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: März 2026.
DSGVO-Hinweis: Ihre Daten werden ausschließlich zur Vermittlung an einen regionalen Ansprechpartner verwendet und nicht an unbeteiligte Dritte weitergegeben. Weitere Informationen: vorausgedacht.at/datenschutz
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